Verregnetes Wochenende

Laterne - leuchtet sie mir den Weg?Dieses Wochenende steht im Zeichen des Faulseins. Die Woche hatte es in sich. Liegt es daran, dass ich nicht mehr belastbar bin oder war es tatsächlich so? Ich weiß es nicht, denn ich kann es nicht mehr einschätzen, ob die Energie am Ende ist oder ob es resignieren ist. Wer kann das schon wirklich beantworten? Es liegt an jedem selbst, wie belastbar man ist oder sich belasten lässt. Ich habe jedenfalls dein Eindruck, dass das Energiereservoir am Ende ist und viele viele Monate Zeit zum Erholen braucht. Jahrelang nur Tun und Machen zehrt einfach zu sehr an der Energie, wenn man sie zu wenig wieder aufladet – die ‚Batterie‘. Volle Energie seit Jahren in die Arbeit gelegt, aber der Output zu gering – für meine Begriffe. Meine Sohnemann kostet mich seit einiger Zeit schon einige Nerven. Auch hier die Frage woran das liegt. Ist es meine Sicht auf die Dinge oder ist es einfach so und nur von mir als belastend empfunden? Es ist so ein toller Mensch, weiß es aber sehr oft gut zu verbergen und kann in kritischen Situationen / Gesprächen derart verletzend  und ‚tief‘ sein, dass ich nicht damit umgehen kann. Aber wie sage ich immer: „alles ist relativ“. Denn im Vergleich zu anderen ist es bewältigter und immerhin gibt es eine Gesprächsbasis, was schon sehr viel wert ist. Aber warum wählt er nur den schweren Weg? Wählt er überhaupt oder macht es das alles unbewusst? Ich tippe auf zweites. Es wird aber Zeit, dass er anfängt daran zu denken, was er einmal machen will und was ihn glücklich und zufrieden macht. Denn das wäre mein größter Wunsch, dass er  glücklich wird und das ‚Glück‘ selbst definieren kann und nicht nach irgendwelchen fremden Zielen oder eingebildeten Zielen strebt. Aber im innersten weiß ich – oder ist nur ein Wunsch? – dass er ’seinen Weg‘ gehen wird und aufwachen wird, dass er etwas TUN muss und mit den ‚Schönreden‘ nicht weiterkommen wird. Meine Tochter hat auch ihre Macken, aber er ist irgendwie leichter mir ihr. Sie bemüht sich, dass Harmonie herrscht – was zwar auch der Sohn versucht, aber meistens mit dem Hintergrund, dass er etwas haben oder meine Zustimmung zu etwas möchte. Aber beide helfen mehr mit als früher einmal und mit ihm gelingt es auch in letzter Zeit öfter, dass wir gemeinsam kochen. Sie musste immer in der zweite Reihe stehen, denn er hatte meistens alle Aufmerksamkeit auf gezogen. Und jetzt wird es schön langsam harmonischer und mit mehr gegenseitigen Verständnis. Na ja, es ist mir halt einfach zu viel und ich wünsche mir nur Ruhe und keine Termine in der Freizeit (auch in der Arbeit, aber das kann ich weniger beeinflussen) – welche auch immer. Meine Zeiteinteilung ist wohl noch nicht dort wo ich sie gern hätte – warum denn eigentlich nicht? Ich weiss auch nicht, wahrscheinlich bin ich nicht einmal dazu bereit wirklich intensiv darüber nachzudenken und offensichtlich ist der ‚Druck‘ noch nicht groß genug etwas zu ändern. Oder muss immer etwas passieren, damit ich ‚gezwungen‘ werde, dass sich etwas ändert? Ich weiss es nicht, aber die Erfahrung zeigt, dass es bis dato meistens – oder immer – so war. Immerhin hatte ich vor kurzer Zeit einen schweren finanziellen Niederschlag zu verdauen, mit dem zusätzlichen Unverständnis, dass da jemand wirklich meint, dass ihr das zustehen würde (Klarstellung: CHRISTINE ist damit nicht gemeint!!). Aber ich hoffe, dass es die Zeit und die richtige Rechtsberatung ins richtige Licht und Ende bringen kann. Dieses Wochenende hatte ich kein einziges Mal den Fotoapparat im Einsatz, obwohl mir so viel daran liegt. Dann müssen wohl Aufträge her (immerhin habe ich seit Anfang Oktober meinen Gewerbeschein für den Pressefotografen), damit ich ‚gezwungen‘ werde etwas zu TUN. Also, ich hoffe noch ausreichend Zeit zur Verfügung zu haben, um das zu tun, was ich tun will. Ich verwende diesen Blog um meine Gedanken von der Seele zu schreiben, aber es soll sich niemand damit belastet fühlen – wie komme ich nur auf diese Idee?

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